In Berlin investieren wir jedes Jahr in Bildung und lebenslanges Lernen. Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten und freien Leben. Unser Ziel ist, dass Bildungserfolg und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen nicht vom Elternhaus abhängen. Deshalb ermöglichen wir allen Kindern und jungen Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – von der Kita bis zur Berufs- und Hochschule die besten Chancen durch gute Bildungseinrichtungen und außerschulische Angebote. Für uns ist und bleibt der Zugang zu gebührenfreier Bildung dabei essenziell.

Ausbildung

Durch Weiterentwicklung der Jugendberufsagentur und Stärkung der Jugendberufshilfe wollen wir dafür sorgen, dass Qualifizierung und Ausbildung für alle jungen Menschen möglich sind. Im Koalitionsvertrag ist verankert, dass sich die Koalition weiter für ein ausreichendes Ausbildungsplatzangebot einsetzen will. Ziel ist es, alle Jugendlichen beim Übergang von der Schule zum Beruf mitzunehmen. Wir diskutieren gerade auf breiter gesellschaftlicher Ebene über eine Ausbildungsplatzgarantie und die Einführung einer Ausbildungsplatzumlage zur Sicherung der dualen Ausbildung. „Gute Arbeit – gute Aus- und Weiterbildung“ ist für mich keine leere Worthülse, sondern wird von mir als Arbeitsauftrag verstanden und gelebt. Dazu gehört für mich – als Gewerkschaftsmitglied – ganz selbstverständlich auch eine angemessene Bezahlung, die durch Tarifverträge der DGB-Gewerkschaften abgesichert sein sollte.

In den letzten Monaten habe ich in meiner Eigenschaft als Sprecherin für Aus- und Weiterbildung im parlamentarischen Ausschuss „Integration, Arbeit und Soziales“ viele unterschiedliche Ausbildungsstätten und -berufe kennengelernt und mit Ausbildern und Auszubildenden sprechen können. Durch diese Gespräche habe ich viele Anregungen bekommen, die ich aufnehme und in Handlungsoptionen umwandele.

Weiterbildung

Zur Weiterbildung gehören berufliche Maßnahmen, wie Lehrgänge, Umschulungen und Meisterkurse, genauso wie Sprachunterricht, das Nachholen von Schulabschlüssen oder freizeitorientierte Bildungsangebote. Für viele Weiterbildungen gibt es die Möglichkeit einer staatlichen Förderung. Weiterbildung umfasst dabei drei Arten von Bildungsangeboten: die allgemeine und politische Weiterbildung, die berufliche Weiterbildung und die Weiterbildung an Hochschulen.

Die berufliche Weiterbildung ist das klassische Feld für Kurse zur Vertiefung oder Ergänzung beruflicher Kenntnisse. Damit unterstützt sie eine kontinuierliche Anpassung an Anforderungen, die sich immer rascher wandeln. Um dafür individuelle Potenziale und Optionen mit den wirtschaftlichen und sozialen Handlungsanforderungen in Einklang zu bringen, bedarf es einer Weiterbildungskultur, die sich an Nachhaltigkeit und Innovationsfähigkeit orientiert und die demografischen Entwicklungen berücksichtigt. In der Praxis unterscheidet man zusätzlich zwischen Umschulung, Aufstiegsfortbildung und Anpassungsfortbildung. Der Bedarf an Fachkräften wird in den kommenden Jahren zunehmen. Das bedeutet für Politik und Wirtschaft eine große Herausforderung. Vor allem die berufliche Weiterbildung soll dazu beitragen, den technischen und wirtschaftlichen Wandel zu bewältigen. Weiterbildung ist ein zentrales Element lebenslangen Lernens.

Konkret bedeutet das für meine Arbeit im Land und in Spandau, dass ich mich dafür einsetze, dass alle Angebote der Fort- und Weiterbildung im Bezirk in vollem Umfang erhalten werden.

Der Zweite Bildungsweg zum nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen soll im Gebäude des alten Kant-Gymnasiums in der Altstadt bleiben. Die Volkshochschule soll ihr Angebot kontinuierlich auf veränderte Bedarfe hin weiterentwickeln. Schon lange wollen wir Spandau als Hochschulstandort entwickeln. Mit Siemensstadt² und der privaten Hochschulgründung ZiTA sind in den letzten Jahren die Grundlagen dafür geschaffen worden. Insbesondere ZiTA wird von uns als innovatives Hochschulprojekt bewertet, das durch maßgeschneiderte Professionalisierung, Förderung von Entrepreneurship, interkulturelle Zusammenarbeit und Teamwork den neuen Anforderungen des Arbeitsmarktes und der Globalisierung absolut entspricht. ZiTA wird von uns daher in vollem Umfang unterstützt. Beispielsweise durch die Unterbringung dieser Neugründung im ehemaligen Kant-Gymnasium.